Von Träumen und Stolpersteinen

Life Coaching Praxis für Frauen in Leipzig

Schon vor 10 Jahren, damals noch als Soziologie-Studentin, hatte ich diesen Traum. Immer wieder tauchte die Vorstellung einer eigenen Praxis vor meinem inneren Auge auf. Was mir damals noch fehlte? Vor allem Mut, Selbstvertrauen und die notwendige Portion Lebenserfahrung. Intuitiv kannte ich den für mich richtigen Weg, aber der "innere Kritiker" und die "vernünftigen" Ratschläge von außen gaben mir das Gefühl, noch nicht so weit zu sein. 

Letztendlich quälte ich mich einige Jahre durch Berufe, die zwar meinen Lebensunterhalt sicherten, deren Inhalte mir trotzdem irgendwie sinnlos erschienen. Bitte verstehe mich nicht falsch - jeder Beruf ist ehrenwert und ich bin dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die sich genau für diesen Beruf entschieden haben und dass die Welt damit so funktioniert, wie sie es tut. Für mich fehlte jedoch der persönliche Sinn meiner Tätigkeit. Es fühlte sich nicht stimmig an. So machte sich in mir eine fürchterliche Unzufriedenheit breit, die nicht nur mich selbst störte, sondern auch zwischenmenschliche Beziehungen belastete.

Ich spürte zunehmend, dass ich einem inneren Ruf folgen sollte, den ich durch Ausreden immer wieder "gekonnt" (d.h. eher unbewusst) unterdrückte. Es ist manchmal einfacher, die äußeren Umstände dafür verantwortlich zu machen, nicht ins Handeln zu kommen, als selbst die volle Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Der Preis ist allerdings hoch: Man untergräbt sein volles Potenzial, man leugnet die Stimme des Herzens und verrät schlussendlich sich selbst. Eines wusste ich zu diesem Zeitpunkt genau: Ich wollte nicht mehr länger in einem Hamsterrad bleiben, das nur von innen wie eine Karriereleiter aussieht. Es war an der Zeit, etwas zu verändern und zwar genau jetzt! Und so wagte ich mich nach der Elternzeit auf einen neuen, noch gänzlich unbekannten Weg. Ein Weg, der sich ebnete, indem ich ihn einfach ging... Doch ich war nicht allein: Ängste und Selbstzweifel waren treu an meiner Seite. Nachdem ich ihnen schließlich erlaubte, mich zu begleiten, erwiesen sie sich als richtig gute Wegbegleiter. Sie machten mich wach, sie ließen mich reifen und bereiteten mich auf kommende Hindernisse vor. Denn auch unangenehme und unerwünschte Gefühle haben ihre Berechtigung: Sie tragen eine Botschaft - sie sind für dich und nicht gegen dich. Nimm sie liebevoll an und höre ihnen zu.

Die Botschaft an mich bestand darin, mir zu zeigen, dass ich den Bereich einer bislang sehr geschätzten (finanziellen) Sicherheit verlasse und dass ein Überschreiten der wohligen Komfortzone immer auch mit einem Risiko verbunden ist. Doch ich wollte wissen, was passiert, wenn ich nicht aufgebe. Und nun ist mein Traum wahr geworden... Ich wünsche auch dir die Kraft, deine Wünsche in Erfüllung zu bringen!

 

"Wenn die Sehnsucht größer ist als die Angst, wird der Mut geboren."

Kommentar schreiben

Kommentare: 0